IGES - Ingenieurgesellschaft Experimentelle Statik mbH
Neustadtswall 30 - 28199 Bremen
Tel: 0421 5905-2345 - Fax: 0421 5905-2316

Koppelfugen Spannbetonbrücke, Bremen

Bei der Hauptprüfung der Brücke am Neustadtsbahnhof in Bremen wurden Aussinterungen im Bereich einer Koppelfuge des Überbaus festgestellt, so dass ein Koppelfugenriss nicht ohne weiteres ausgeschlossen werden konnte. Dies wurde gemäß der Handlungsanweisung der BASt (s.u.) als Anlass für eine Untersuchung der Ermüdungssicherheit genommen. Sie sieht bei der Nachrechnung eine mehrstufige Vorgehensweise mit wachsender Genauigkeit der Berechnungsansätze vor. Da in den ersten Berechnungsstufen ein Dauerfestigkeitsproblem nicht ausgeschlossen werden konnte, sollten - wie in der Handlungsanweisung empfohlen - für den genaueren Nachweis bauwerksbezogene Annahmen durch Messungen ermittelt werden.

In Absprache mit dem Ingenieurbüro König und Heunisch Planungsgesellschaft mbH (KHP) haben wir vorgeschlagen, insgesamt drei Koppelfugen einer Fahrtrichtung messtechnisch auszustatten und zu untersuchen:
  • Eine Koppelfuge mit den maximalen rechnerischen Zugspannungen im Zustand I
  • Eine Koppelfuge, die gemäß Prüfbericht als gerissen deklariert war
  • Eine Koppelfuge mit den rechenrisch größten Spannungsschwingbreiten im Spannstahl
Die Ergebnisse können aufgrund der Symmetrie und baugleichen Ausführung auf die zweite Brückenhälfte übertragen werden, insbesondere weil die Messungen an der Brückenseite mit den größeren Auffälligkeiten stattfanden.

Die maßgebenden Werte konnten während einer Tagesmessung (in Anhängigkeit der Temperatur und laufendem Verkehr) und während einer Kurzeitmessung bei geregelter Überfahrt von LKW mit definierten Gewichten aufgenommen werden.

Literatur:
Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt): Handlungsanweisung zur Beurteilung der Dauerhaftigkeit vorgespannter Bewehrung von älteren Spannbetonüberbauten, Ausgabe 1998


Projektinformationen

Objektyp: Straßenbrücke
Bauteil: Koppelfuge
Motivation: Überwachung
Leistung: Belastungsversuch