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Spannbeton-Pi-Platten

Spannbeton-Pi-Platten

Die Decke wurde 1990/1991 errichtet und besteht aus vorgespannten Fertigteilstegen (h = 0,60 m, ls = 10,00 m) mit einer Ortbetonergänzung, so dass sich eine Plattendicke von 15 cm ergibt. Die zulässige Verkehrslast wurde im Jahre 2007 zu einer Flächenlast 10 kN/m² festgelegt. Die originale statische Aufstellung ist nicht mehr vorhanden, geprüfte Bewehrungspläne liegen vor. Die Tragkonstruktion ist schadensfrei (ungerissen).

Der Betrieb auf der ersten Ebene verlangte eine Nutzlasterhöhung auf mindestens 12,5 kN/m², da zu dem Einsatz von Flurfahrzeugen zusätzlich gewünscht war, ein Regallager zu installieren. Es bestand die Vermutung, dass die Spann- und Stahlbetonkonstruktion erhebliche Tragreserven besitzt, die durch zerstörungsfreie Belastungsversuche (Nutzlasten zzgl. Sicherheitsanteile) überprüft und nachgewiesen werden sollten. Die Belastungsversuche fanden an 4 ausgesuchten Spannbetonträgern und 2 Massivplatten statt.

Die Versuchslasten und der Versuchsaufbau waren so gewählt, dass die maßgebenden Schnittgrößen (Biegemoment/Querkraft) für die gewünschten Nutzlasten durch bis zu 16 Lasteinleitungsflächen erzeugt werden konnten. Die Versuchslasten wurden kontrolliert über hydraulische Pressen erzeugt. Die benötigte Gegenkraft wurde durch Belastungsrahmen generiert, die unter den Unterzügen rückverankert waren. Die maßgebenden Bauteilreaktionen (Durchbiegungen / Dehnungen) konnten zeitgleich am Bildschirm analysiert werden.

Für die Massivplatten konnten Nutzlasten von 15,0 kN/m² nachgewiesen werden. Der Versuch an den Stegen wurde in Absprache mit dem Auftraggeber mit Erreichen der Ziellast für p = 12,5 kN/m² beendet. Der nachgewiesene Bauteilwiderstand reicht aus, um die gewünschte Nutzung der Decke umzusetzen.

Projektinformationen

  • OBJEKTTYP: Halle
  • BAUTEIL: Decke
  • MOTIVATION: Nutzlasterhöhung
  • LEISTUNG: Belastungsversuch