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Systemmessung Mauerwerks-Gewölbebrücken

Systemmessung Mauerwerks-Gewölbebrücken

Gewölbebrücken sind Tragwerke mit teilweise enormen Tragreserven. Diese sind rechnerisch nur schwer zutreffend zu beschreiben – erst recht, wenn die Struktur vorgeschädigt ist. Der aktuelle Lastweg und damit der Einfluss der Schäden ist oft unbekannt. In Absprache mit dem Auftraggeber entschlossen wir uns, ein hybrides Verfahren anzuwenden: Wesentliche Bauwerksreaktionen werden unter Betriebslasten gemessen, um FE-Rechenmodelle auf der Grundlage der Ergebnisse anzupassen.

Ein Nachteil gegenüber Belastungsversuchen ist, dass bei der rechnerischen Extrpolation der Ergebnisse bis zur Traglast Unsicherheiten verbleiben. Diese werden in der Regel durch Parametervariationen abgeschätzt, so dass letzendlich eine ausreichende Tragsicherheit festgestellt werden konnte, ohne die Tragfähigkeit zu überschätzen.

Wir führen Messungen unter Betrieb durch, damit anschließend der Tragsicherheitsnachweis an kallibrierten 2- und 3-dimensionalen FE-Modellen geführt werden kann.

Referenzen (Natursteinmauerwerk):

  • Schlossbach-Viadukt, Bj. 1903, lichte Weite 16,0 m (Pongau)
  • Klammbrücke, lichte Weite 22,0 m (Pongau)
  • Alfenzviadukt, lichte Weite 12,0 m (Vorarlberg)
  • Burgfriedviadukt, 7 Bögen, lichte Weite 8,0 m (Tirol)
  • Vomperbachviadukt, 3 Bögen, lichte Weite 9,4 m (Tirol)
  • Sonnenburgbrücke, lichte Weite 25,3 m (Tirol)
  • Trisannabrücke, Widerlagerbauwerke, 7 Bögen, lichte Weite 9,0 m  (Tirol)
  • Mühlauer Innbrücke, lichte Weite 3 x 27,18 m (Innsbruck)

Projektinformationen

  • OBJEKTTYP: Eisenbahnbrücke
  • BAUTEIL: Überbau
  • MOTIVATION: Bauschäden
  • LEISTUNG: Hybride Statik